BAU DER ANLAGE

Ende 1962, Anfang 1963 wurden die ersten Vorbereitungen zum Bau einer großzügig
geplanten Schießsportanlage getroffen.
Es wurde gerodet, planiert und die Kellergrube ausgehoben. Die Landwirte des Vereins
Stellten ihre Maschinen und Schlepper zur Verfügung. Die Bundeswehr und die Straßenbaufirma Kramer leisteten dem Verein ebenfalls wertvolle Hilfe. Im Dauereinsatz wurden von den Mitgliedern Tausende von Stunden gearbeitet.
Schon bald war der Keller des Schützenhauses fertiggestellt. Aus Freude über das gute Gelingen des ersten Bauabschnittes wurde im März 1964 ein Kellerrichtfest gefeiert. Über 100 Mitglieder und Freunde des Vereins feierten in gehobener Stimmung das erste Fest in
den eigenen Mauern. Die anwesenden Schützenbrüder- und Schwestern aus Ober Roden bekundeten ihre Verbundenheit mit unserem Verein durch ihr Kommen, so dass die freundschaftlichen Beziehungen weiter vertieft wurden.
In dieser Zeit wurden vom Verein Werbeschießen und Preismaskenbälle veranstaltet, um das benötigte Geld für das große Bauvorhaben zusammenzubringen(Der Verein hatte bei Baubeginn immerhin 17000 DM gespart) . Die Stadtväter hatten inzwischen beschlossen, dem Verein innerhalb von 3 Jahren einen Bauzuschuss von 15000 DM zu gewähren. Mit dieser Zuwendung von 5000 DM jährlich gingen die Bauarbeiten zügig voran.
Im Frühjahr 1965 wurde durch zusätzliche Spenden von Gönnern und Mitgliedern des Vereins die langersehnte Vereinsfahne gestiftet. Von dem bekannten Darmstädter Fahnensticker Bitter wurde sie in Handarbeit hergestellt. Die Fahne wurde am 23. April 1965 in einer Feierstunde unter Mitwirkung zahlreicher AKS – Vereine durch Verbandsvorstandsmitglied Wagner geweiht und im „Rheinischen Hof“ in Pfungstadt dem Verein übergeben.
Der Arbeitseinsatz hinderte die Schützen nicht, das Jahr 1965 zu einem sehr erfolgreichen Sportjahr zu machen. Sechs Kreismeistertitel in Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkaliber konnten errungen werden. Dabei ist zu erwähnen, dass die Kleinkaliber Schützen in Rossdorf
trainieren mussten.
Trotz größter Sparsamkeit und nachdem „1973 Stunden Eigenleistung!!“ gearbeitet wurden, gingen um die Jahreswende die Mittel zu Ende. Auch die Arbeitsfreude hatte sich etwas gelegt. Erst im Frühjahr 1966 nach Vorsprache des Oberschützenmeisters Hans Müller bei der Kreisverwaltung wurden neue Mittel zur Verfügung gestellt und die Arbeiten gingen wieder zügig weiter. Das Haus wuchs und wurde größer und größer. Manchen Außenstehenden, der an der Baustelle vorbeikam, fragte sich: Wozu das Ganze?
Die Schützenbrüder hatten für die Zukunft geplant und das Haus bzw. die Anlage der steigenden Einwohnerzahl und dem Wachstum der Stadt angepasst. Eine starke Abordnung der Schießsportvereinigung fuhr zum 23. Deutschen Bundesschießen nach Hannover, nachdem der 1. Vorsitzende schon im Jahre 1961 am 22. Deutschen Bundesschießen in
München aktiv teilgenommen hatte.
Der Verein nahm damals uns in den darauffolgenden Jahren sehr oft an Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung teil und erwarb sich dadurch Ansehen und sehr gute Freunde. Die Mitgliederzahl betrug am 1.Januar 1966: 192
Auch Pfungstädter Vereine zeigten den Schützen ihre Verbundenheit, indem sie den Verein bei passenden Gelegenheiten unterstützten. Besonders ist es der Reit – und Fahrverein, der alljährlich das Königspaar durch Pfungstadts Straßen zum Königsessen fährt.
Im Sommer 1968 war der Bau unserer Schießanlage mit dem Aufenthaltsraum im Groben fertiggestellt und am 28.9 1968 konnten die ersten Kleinkaliber Stände vom Landrat Krämer freigegeben werden. In den letzten Monaten wurde das Haus soweit fertiggestellt, dass die Einweihung stattfinden kann und somit das im Jahre 1963 geplante Werk vollendet ist.
Es hat wohl etliche Jahre gedauert, bis Heim und Schießstände standen, viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, doch die Schießsportvereinigung ist stolz auf ihre Sportanlage mit den 11 Kleinkaliber-, 11LG und LP – Ständen sowie 15 Sport Pistolen Ständen die in langjährigen Einsätzen der Schützen geschaffen wurde.